Uranus ist eben cool

05. Februar 2012

Ja, nun ist es kalt in Europa. Mars ist genau zu dem Zeitpunkt retrograd geworden, als der ewige Sturmwind aufhörte und die Kälte angeschlichen kam. Und jetzt, da er rückwärts läuft und die Jungfrau rekapituliert, kommt diese unangenehme Bise auf. Und Sonne wie Merkur sind im Wassermann, Mitte Zeichen, wahrscheinlich auch im Mittelpunkt der Kälte.
Natürlich “haben wir” die Klimaerwärmung (jedenfalls bis zum nächsten grösseren Vulkanausbruch) — all das Messen und vor allem all die Erwärmungsszenarien sind ähnlich wie früher die Kirche, die dies und das verkündete und das Volk…- hat es geglaubt. Die ganze Wissenschaft ist wenigstens klar zur Glaubensfrage geworden, immerhin, denn es gibt bekanntlich verschiedene (richtige) Standpunkte. Die anderen (richtigen) Standpunkte werden einfach nicht veröffentlicht, wie das früher die Kirche auch praktizierte.
Gerade in der Abteilung Wissenschaft und Konsumförderung (direkt miteinander verbandelt) ist die Selbstüberschätzung des Menschen auf einem Höhepunkt angelangt. Alles wird in Szenarien gehandelt, gescheite Mentalfreaks verkünden ihre Daten, es hat noch nie gestimmt, aber darauf achtet niemand, es geht vor allem um die Förderung idiotischer Hausdämmungen und dem Einbau von Feinstaubfiltern über Lagerfeuern, die sind eh vom Teufel, das macht man einfach nicht, wenn man “unsere” (das sagt schon alles) Erde liebhat. Wie lange dauert es wohl, bis die neue Variante der Ideologie (die grün verkleidete Diktatur) endgültig ihr wahres Gesicht zeigt? Bis klar ist, dass das Leben auf der Strecke bleibt, falls in dem Stil weitergefahren wird?

Uranus ist so cool, dass eine kleine Feldverschiebung, eine kleine herzige Polaritätsveränderung genügen wird, um den menschlichen Grössenwahn, die typisch westliche Überheblichkeit zu unterbrechen. Und wenn er (Uranus) jetzt erst recht ins Widderzeichen voranschreitet, gerät die Energie erst recht aus den üblichen Bahnen. Die Wäsche und ihre Zentrifugen laufen auf Hochtouren, das Fest ist in Vorbereitung, die Hüter und Bewacher schauen misstrauisch zu und fürchten um ihre Posten und Pöstchen. In den Gemeinden, Ämtern und Regierungen ahnen die dort vom Berufsglück bisher Begünstigten, dass schwierigere Zeiten anbrechen und dass sie das Stühlchen vielleicht räumen müssen, irgendwann einmal, wenn ihnen die BürgerInnen und ErnährerInnen den Bauch nicht mehr wirklich stopfen können. Das geht langsam, wird aber absehbar. Die nächsten 10, eventuell 20 Jahre werden gekennzeichnet sein von immer absurder werdenden Staaten, Regelwerken, Gesetzen und ihren Vetretern, die froh sein können, wenn sie am Ende nicht gelyncht werden. Das vorauszusehen, bedarf lediglich der objektiven Beobachtung und keineswegs eines astrologischen Höhenflugs. Die Terminierung des Vorgangs wird hingegen interessant sein, die Beobachtung der Abfolge. Und es wäre ziemlich vermessen, zu glauben, die Schweiz sei von dem nicht betroffen. Die Entfernung der Amtsträger zum “Volk” (bereits verpönt als Begriff!) ist jedenfalls schon sehr gross, sonst hätte man zum Beispiel die Personenfreizügigkeit anders eingeschätzt. Aber der Politiker ist eben gebildet, der denkt das durch in den Bahnen seines Gebildetseins und verfügt selten über wirklich menschlich-praktische Kenntnisse. Das ist halt so. Nach dem Zerstören von etwa 10000-100000 Existenzen bzw. Familien kommt er dann im besten Falle dahergelaufen und murmelt etwas von “haben wir natürlich etwas anders eingeschätzt”.

Uranus ist cool: ein Wink mit dem kleinen Finger, und die Regierung kippt. Er vermittelt schliesslich zwischen Neptun und Saturn, setzt sich wie weiland bei Chronos (griechische Sagen) der Kastrationsgefahr aus, aber hat immer noch die Nase vorn. Und wenn sie wollen, wird es cool auf der Welt. In der Zeit oder ausserhalb der Zeit, das ist hier die Frage. Ausserhalb der Zeit zu sein — sind das nicht die berühmten Originale? Die Genies? Die Schöpferischen? Die Gegenwärtigen ohne Vergangenheit und Zukunft? Eben: Uranus ist cool.

Näheres auf
http://www.crystalinks.com/aquarius2001.html

Gut, das war 2001, ist aber trotzdem interessant, und im Übrigen eine hervorragende gute alte Website.

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WEF — der feudale Promitreff — und anderes

26. Januar 2012

Wäre ich dreissig Jahre jünger bzw. grün hinter den Ohren, ich sässe garantiert im Iglucamp auf dem Davoser Parkplatz.

Mit engelfrommer, kreideweicher Stimme redet da ein knallharter Super-VIP-Manager darüber, dass natürlich auch die Umwelt einbezogen werden müsse und ja, die Schuldenkrise und die Reflektion des Kapitalismus… — die Stimme ist sooo süss, dass sie glatt für die Hypnose ganzer Reitervölker verwendet werden könnte.

Da sitzen sie: allesamt prominent, Männlein, auch Weiblein, nicht mehr ganz so sexy wie mit Angelina Jolie damals, als der Pluto noch im Schützen war… — allesamt HöchstnutzniesserInnen des zu reflektierenden kapitalistischen Systems bzw. der Krise des “Kapitalismus des Westens” (diesen interessanten Begriff verwendete ein britischer Historiker im heutigen “Echo der Zeit”, Drs 1). Eigentlich eine ziemlich narzisstische Schau.

Sie reden über Europas Schuldenkrise, nicht im Euroland, nicht einmal in der EU, sondern in Davos, auf der Insel, gut bewacht vom Militär und von den Sicherheitskräften einesLandes, das noch funktioniert, jawohl, hurra. Da hat man ein bisschen Abstand, fühlt sich auch entsprechend sicher. Kein Dauerstress wie bei all den G20- oder G8-Treffen, anlässlich derer allerhand aufgebrachtes Volk einen Strich durch die Stimmung zu machen droht.

Sie mahnen, dass die Situation schlimm ist (der Uranus-Pluto hat noch nicht einmal richtig angefangen)… — ja für WEN ist die Situation denn schlimm? Für sie selbst vielleicht. Sie ahnen, dass sie ihre Haut teuer verteidigen müssen im folgenden Jahrzehnt. Sie merken vielleicht selbst, dass sie immer exklusiver werden. Ich denke dabei nicht in erster Linie an Frau Merkel, die ich für eine ausgezeichnete Politikerin halte, und ihresgleichen, sondern an die TrittbettfahrerInnen, die dann so richtig bedeutungsvoll daherkommen und Verantwortung mimen, die sie nie wahrnehmen werden.

Neptun wird sich in den 20 folgenden Monaten aufs Generalreinigen konzentrieren. Was er da putzt, ist, ehemm, also ganz und gar seine Sache, er ist schliesslich der Chef. Mars, wie immer in Chefsache, ist wochenweise übers Land gerast als ständig aufgebrachter Sturm. Jetzt ist er rückläufig und der Wind hat sich gelegt. Schon noch interessant: kaum hat er gewendet, kommt die Kälte und auch die Stille langsam angeschlichen. Ein Kurzschluss in der Tiefe drunten irgendwo hat heute Zürich für einige Stunden schwer beeinträchtigt und viel Raum für Spontanes geschaffen, die Leute hätten “sehr locker reagiert”. Wollen wir ihn nicht unterschwellig, den Stromausfall? Den Ausfall schlechthin? Einfach ein bisschen mehr Platz für das Unvorhergesehene, und schon melden sich die Lebensgeister zurück. 

Vielleicht ist das die Nostalgie meiner Generation (zwischen 50 und 60): wie war es doch unkompliziert und vor allem stockbillig, als wir noch jung waren! Da konnte man noch mit dem InterRail auf der Hurtigroute fahren, autostoppen, bis das Gas im Kocher am Strassenrand ausging. 2 Tage arbeiten und der existentielle Wochenbedarf war gedeckt, der Rest war Beigabe, Gratifikation. Oder… — war es wirklich so? Sind schon drei rosa Birllenschichten übereinander gelegt? Ultrarosa?

http://bundesplatz.blog.nzz.ch/2012/01/11/blochers-vorsatze/

Die Untergangsphantasien — wie wäre es mit einem Anfang?

08. Januar 2012

http://www.antara-net.de/astro_2012.html

Ich habe obigen Link vor einem Jahr schon veröffentlicht. Es wird, meiner Ansicht nach recht anschaulich, kompetent und verständlich, beschrieben, was astronomisch/astrologisch los ist Ende 2012.

Es ist ja kaum zu glauben, dass aus jedem einigermassen eindrücklichen Ereignis ein Untergang gemacht wird. Die Mayas (ihre Berechnungen waren stupend präzise!) hörten da einmal auf mit ihrem Kalender, sie dachten wohl, na ja, das reicht, der Rest liegt in weiter Zukunft. Wir planen ja auch nicht unser Pensionierungsfestmittagessen des 65. Geburtstages schon beim Schuleintritt. Vielleicht dachten sie, dann geht irgendwie wieder etwas neues los, dann ist das Ende des Zyklus, der uns im Hier und Jetzt interessiert.

Wie steht es mit den persönlichen Untergängen? Sind sie so rar und kümmerlich geworden, dass es den massenprojizierten grossen Untergang braucht? Wohl lieber diesen grossen Untergang als selber etwas bemerken bzw. eine Änderung einleiten zu müssen. Veränderungen sind immer unbequem. Unbequeme, unsichere Zeiten.

Die Frage ist, was denn beginnen mag. Ob sich etwas ändert, bemerkbar, und wie. Es wird von sich ändernden Frequenzen und Resonanzverhältnissen gesprochen; ich halte das ebenfalls für sehr wahrscheinlich. Die Frage ist nur, auf welcher Ebene, welchen Ebenen es geschieht. Alles wird sofort idealisiert — dass sofort riesige Bestrebungen Richtung Frieden und Spiritualität stattfinden werden, würde ich gerne glauben, aber die Welt war noch nie so vom Materialismus gefesselt wie jetzt. Genausowenig wie es einen Untergang gibt, gibt es plötzlich lauter leuchtende und geläuterte Zeitgenossinnen und Zeitgenossen.

Vielleicht ändert sich die Frequenz erst einmal rein physisch? Die Magnetfelder, die Strahlung allgemein? Ooch, das ist zwar völlig unsensationell, bewirkt aber mehr als 7000 Klimakonferenzen immer noch genauso kleiner, zur Überheblichkeit und Selbsttäuschung neigender Menschen. Oder sonst ein Zeichen der Natur, sie wird ja immer so eng interpretiert. Die Natur, die Waldluft, der Elch, das Moos am alten Balken.
Die Bildschirme, die wir Tag für Tag wie Volljunkies anstarren — was sind denn sie? Sind sie künstlich — sie existieren doch auch, Flüssigkristalle, wie es sie überall gibt!

Den Anfang festzustellen, dürfte interessant sein. Er hat natürlich schon stattgefunden, auch ohne unsere argwöhnische Beäugung.

Was sagen die Geschichtsschreiber über das verflossene Jahrzehnt in 100 Jahren? Über die letzte 50 Jahre Abfallanhäufung? Über die Klimakonferenzen? Die aufwendige Rechtssprechung, die teure Infrastruktur?
Am schwierigsten ist es wohl, zu bemerken, was in der Gegenwart wirklich geschieht. Dazu taugt das Spiegelungssystem namens Astrologie als eines von vielen gar nicht so schlecht.
http://tedora.de/wahrsagerwitze.php

Alles Gute zum neuen Jahr!

05. Januar 2012

Eine Livenummer mit Sa Ding Ding gefällig? So als Hymnus zum neuen Jahr, à la chinoise: http://www.youtube.com/watch?v=fIIftvNzNVo&feature=related

Und dann:
Marokko, Oum:
http://www.youtube.com/watch?v=C9bL7×1RYAQ  

Oder eine ganze Playlist:
http://www.youtube.com/watch?v=KKLNFmxoy2I&feature=list_related&playnext=1&list=AVIgJcDCfSf5SGgotA3PqGHuyHh4b9ibJdl6izZrWPHu50fDuV207ppv0tyaMc7HFW

http://larache1956.multiply.com/journal/item/20327

 

Und dann, für die allgemeine Nachdenklichkeit, ein Zitat aus einem Referat von Dr. Ralph Bircher (”Wendepunkt”, 7/1974)!!!

“WO STEHT DIE EIWEISSFRAGE HEUTE?

Die Eiweissfrage ist die Kernfrage im Ernährungsbereich überhaupt. — Die Eiweisszufuhr der heutigen Wohlstandsmenschen muss auf die Hälfte, auf etwa 50g oder wenig mehr, herabgebracht werden, so wie die Kalorienzufuhr auf zwei Drittel, auf 2000cal. oder wenig mehr, gesenkt werden muss. Im Ziel darf es keinen Kompromiss geben. Bei der Durchführung drängen sich immer noch Kompromisse auf. Solche aber im Ziel vorwegzunehmen, wäre Schwäche. Das Ziel kompromisslos zu setzen, hat nichts mit Einseitigkeit zu tun, nur mit Geistesklarheit. So ging die Schweiz, Kriegsernährungskommission Anno 1938 vor: 54 g Eiweiss und 2150cal. Das hat sich ausgezeichnet bewährt, gesundheitlich und sozial.
Es muss jedermann bewusst und kann dem öffentlichen Gewissen nicht zuviel eingeschärft werden, dass das heutige Ausmass des Fleisch- und Eierkonsums eine ungeheure und nicht zu verantwortende Vergeudung darstellt. In den USA werden derzeit volle 78% der Getreideernte an Tiere verfüttert, wobei 20 Millionen Tonnen Eiweiss der Menschenernährung entzogen werden. Dem einzelnen Rind werden 20kg Eiweiss zugeführt, um in seinem Fleisch ein eiziges Kilogramm Eiweiss zurückzuerhalten. ” (…)
“Hülsenfrüchte könnten zehnmal mehr Eiweiss aus derselben Bodenfläche herausholen, ohne sie zu erschöpfen, als Rinderaufzucht. Man erinnere sich, dass Hülsenfrüchte, mit Mais kombiniert, eine völlig ausreichende Eiweissversorgung von einer biologischen Qualität liefern, die jener des besten Einzeleiweisses überhaupt entspricht, also von besserer Qualität als Fleisch- und Milchprodukte, und dass Indio-Kulturen, unter ihnen als höchste auf dem amerikanischen Kontinent,  die in manchen intellektuellen Leistungen die Antike überbot und mit unvergleichlicher Lebensqualität allen Vernichtungsstürmen während der Jahrtausende standhielt, jene der Maya, ihre Ernährung auf dieser Kombination aufbauten. (…)”

Ja, das war 1974.
Und was machen wir heute?
Tja, uff, ächz…

 

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Neuer Artikel zum Übergang zu 2012

23. Dezember 2011

http://astronet.ch/astr_divtexte/Vor%20dem%20ominösen%20Jahr%202012.pdf

Nicht sehr astrologisch, eher zusammenfassend-resümierend, deshalb der Beititel  “Eine Bestandesaufnahme”. Weitere interessante Details zu den kommenden Jahren finden sich in den bisherigen Artikeln, zudem plane ich einige Aktualisierungen, die ich während dieser interessanten Jahre laufend publizieren werde.
Ich sehe mich immer wieder dem “Vorwurf” der Schwarzmalerei ausgesetzt. So geht es immer hin und her, bis es einmal heissen könnte, es sei schönfärberisch und sehr optimistisch gewesen. Weder noch — der Versuch, etwas Abstand zu nehmen, gilt ja schon als pessimistisch. Das Abstandnehmen an sich, der Abstand zum Wahn. Nur der Wahn wird mit der Zeit weichen (und einem anderen Platz machen) — der Rest bleibt. Mit dem Wahn indessen versinken die mit ihm verbundenen Symbole — das ist es wohl, das so schmerzt…

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern von astronet.ch eine schöne, erholsame Weihnachtszeit und ein gutes neues Jahr!

Uranus-Pluto — Charakteristik einer Konstellation

02. Dezember 2011

Im Sinne einer kleinen Vorbereitung auf die Jahre des Quadrats von Uranus-Pluto (2012-2015) und Neptun auf 2,5° Fische (2012-2013) einige Gedanken zu den beteiligten Planetenprinzipien.
Anschauungsunterricht gibt es wenig, das letzte Quadrat liegt etwa 80 Jahre zurück. Damals war Pluto im Krebs und Uranus auch im Widder, wie jetzt. Interessant der Unterschied der Plutostellung: damals im Krebs, jetzt im Steinbock; also, hart abgekürzt, damals im Volk, jetzt im Staat — weitere Entsprechungen gäbe es viele.
Was geschieht eigentlich? Pluto, der Container, in welchem sorgsam das Unlösbare, zu Verdrängende gelagert wird, wird von Uranus geöffnet, man sieht also hinein resp. der Inhalt kommt heraus. Deshalb das unterschwellig Bedrohliche dieser Konstellation — überall wird Gefahr gewittert, nichts ist wirklich ruhig und sicher. Dasselbe läuft im Menschen selbst: die Struktur, der Habitus wird noch verteidigt, aber eigentlich ist es aussichtslos, denn Uranus, die schöpferische Gegenwart, der Ursprung, dringt in alles hinein, versetzt die charakteristischen Stromstösse, reisst alle Deckel weg von den mittlerweile eher zu vollen Gefässen, lässt die Formen bröckeln, die einst so klar und alternativlos waren.
Damals das Volk — aus der ganzen Unterdrückung, Schmach und Not wuchs der Faschismus, der nationale Habitus explodierte. Jetzt gebiert der Staat eine Verrücktheit nach der andern, die Struktur des Zusammenlebens ist ganz offensichtlich am Ende, kompensativ wird ein Gesetzlein nach dem andern gemacht, bis alles vor lauter Komplexität gar nicht mehr funktionieren kann. Der Blick fürs Ganze (quasi das “philosophische Ergründen”) ist verlorengegangen, wer sich dieser Gedankendisziplin noch hingeben will, muss es selber wissen, gesellschaftlich hoch angesehen ist diese Kunst jedenfalls schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Es eilt eben — jederzeit kann irgendetwas zusammenkrachen, zum Beispiel die Eurozone, aber auch das Gesundheitssystem, die Art der Versorgung (Langstreckentransporte für etwas, das auch in der eigenen Gegend produziert wird), die alten politischen Machtverhältnisse, die Grundlagen des Handels und der Prosperität.

http://www.neuepresse.de/Nachrichten/Magazin/Uebersicht/Neue-Explosionen-am-Merapi

Es ist ein Gesamtprozess, der immer dann eintritt, wenn etwas erstarrt oder nicht mehr vorhanden ist.
Und mit der Neptunkonstellation zusammen wird sich die Überlegung aufdrängen, was denn ein Untergang eigentlich ist, für wen so ein Untergang jeweils schlimm ist, und wozu solche Untergänge, die immer wieder geschehen (auch in der eigenen Biographie, eben das Neptungeschehen), überhaupt gut sind.

Dazu plane ich einen Artikel auf Anfang 2012: die “Bestandesaufnahme” oder “Wozu Untergänge gut sind”.

Wieder einmal Pitingo

13. November 2011

Ich kann es nicht lassen, diese Musik und dieser Gesang vor allem ist umwerfend (auch von den sogenannten Backgroundsängerinnen und -sängern):

http://www.youtube.com/watch?v=A-CPKKkPcTk&feature=list_related&playnext=1&list=AV4oVf-d_DwKCJF3vDNyv81cXUV6-qG5bh

Eine Serie von 28 gediegenen Filmen zu und für Antonio Pitingo.

http://www.pitingo.com/esp/biografia/

Geboren also 1980 in Ayamonte/Huelva. Wann genau, ist wieder eine andere Frage, die mir angesichts der grossartigen Musik eigentlich unbedeutend erscheint.

 

 

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Pflanzensignaturen: Uranus-Neptun

28. Oktober 2011

Nun haben wir ewig lange Jahre ständig in irgendeiner Form Uranus-Neptun gehabt. Anfangs Neunzigerjahre war die Konjunktion, dann kurze Pause, dann Neptun im Wassermann und später Uranus in den Fischen, also sieben Jahre lang vice versa, und in einigen Monaten wandert Neptun definitiv in “sein” Fischezeichen, und der Spuk der besonderen Art hat ein vorläufiges Ende. Uranus und Neptun, so hat es Wolfgang Döbereiner einst sehr sinnig erklärt, sind VOR DER ZEIT, also in jenem Abschnitt, welcher vor dem Eintritt ins “Ticken” (Steinbock-Schütze) liegt, beginnend bei 30° Fische/0°Widder, durchwandernd den Kreis rechtsdrehend (Weg der Aphrodite, siehe einschlägige Literatur der Münchner Rhythmenlehre). Also Fische, Wassermann, Steinbock, Schütze etc.
Lathyrus sativus (die wilde Wicke, Platterbse) sowie die Robinie (Pseudoakazie) werden der Konstellation Uranus-Neptun zugeordnet — Pflanzen, die vor der Zeit sind. Und in der Tat, es erscheint, als wären sie immer da gewesen, und als ob sie nach der Zeit auch immer noch da wären:
Die Wurzeln der Robinie sind wie Hartgummiseile. Beim Ausbaggern zweier grösserer Robinienstrünke in einer Mehrfamilienhausanlage kamen diese Strünke selbst zwar bald einmal heraus, sie waren jedoch mit vielen kaum zerreissbaren, langen, gar nicht einmal so dicken Wurzeln verbunden. Als der 14Tonnen-Bagger richtig an ihnen zog, hob es alle (!) benachbarten Sträucher und Kleingehölze aus der Böschung heraus, auf der die Robinien standen, auf einer Länge von vielleicht 30 Metern! Das Wurzelsystem der Robinien war sozusagen reissfest, alles musste mit scharfen Scheren und Sägen durchtrennt werden.
Ebenso bei den Wicken: ein faseriger, sehr reissfester und flexibler Wurzelstrang steckt senkrecht im Boden, ganz kommt er nie raus, sozusagen unausrottbar. Wird kaum krank, vertrocknet nie ganz, kann auch nicht ersäuft werden… — “ich war schon immer hier”.
Das Holz der Robinien z.B. wird für die Tessiner Pergolen verwendet, die Stämmchen halten am längsten von allen Hölzern.
Und mit solchen Vertretern eines Prinzips rechnet man üblicherweise zuletzt. Ausgerechnet in Zeiten, in denen es angenehmer erscheint, etwas zu finden, das jenseits dieser Zeit ist, schon immer da war. Eine weitere psychologische Entsprechung zum Uranus-Neptun-Prinzip ist das STRANDEN. Eigentlich waren die letzten 20 Jahre ein einziger Vorgang des Strandens. Das Landen an einer unbekannten Küste.


http://www.la-reunion-reisen.de/

1.Red nicht immer von der Katastrophe! 2.Falco

21. Oktober 2011

Ja, ich bekomme das öfters zu hören, auch wenn ich eigentlich nicht finde, dass es eine Katastrophe ist oder sein muss, was da auf uns zurollt — der kleinste geistige Entwurf wird schon als Katastrophe interpretiert. Im Grunde ist ziemlich klar, dass gewisse Aufwände bald nicht mehr betrieben werden können. Nur schon die Infrastruktur, was die kostet. Wegen jedem Blödsinn wieder eine Leitung aus der Tiefe herauskompressern, Autos umleiten. All die Gerätli und Geräte, gar Fahrvehikel, deren Akkus wir ununterbrochen aufladen müssen, ohne Atomstrom hierzulande und auch andernorts immer noch ein Problem. Und die Idee, dass Strom “sauberer” ist als sonst was. Oekologie für supertechnisierte Menschen, die den Kontakt zur Erde Schritt für Schritt verlieren. Wenigstens der Apple läuft noch mit extra zusatzbezahltem “Oekostrom”, und die vergifteten Chinesen, die ihn mutmasslicherweise zusammensetzen, das ist halt der Lauf der Welt, irgendwen triffts immer. Klar, wir sind am Schluss der Liste derer, die gefressen werden; zuerst trifft es die andern. Schon gut, es soll nicht pessimistisch klingen, aber: angenommen, es fällt für Tage oder gar Wochen der Strom aus, angenommen, über ein weltweites oder regionaleres Problem oder Phänomen. So ein Uranus im Widder und ein Neptun in den Fischen kann noch für vieles gut sein. So kleinere oder grössere Magnetfeldveränderungen sind nicht mehr a priori auszuschliessen. Wenn’s die Machtzentrale trifft — mit der Kommunikation ist’s nicht mehr weit her. Das Problem ist ja, dass vormals umweglose Prozesse auf ein Medium angewiesen sind, das sie transportiert: den Strom, oder verballhornt und genauer: die Elektritzität oder gar Elektronik. Die grösste Anfälligkeit der Machtzentralen liegt in der Elektronik, im Netz, den Kommunikationssystemen. Wahrscheinlich tun die jeweiligen Machtträger alles, um diese ihre elektronischen Systeme bestmöglichst zu bewachen. Denn die Anschläge werden auch virtueller, weil die Effizienz hervorragend sein kann, das entstehende Durcheinander respektive die Unsicherheit perfekt. Und nur so einen Gedanken zu spinnen, gilt schon als Katastrophendenken, ist vollkommen out, obwohl es eigentlich das Realistischste ist, das es momentan zu denken gibt.
Der Euro war die erste Währung, die auf Knopfdruck gültig wurde. Und vielleicht (siehe Euro-Dollar-Artikel im Astronetarchiv) die erste, die auf Knopfdruck wieder abgesetzt wird. Das Geld der Bürger wird kolossal verschwendet, in Riesenlöcher hineingepumpt, in diese gingen auch Billionen von Talern hinein, ohne dass etwas geschehen würde.
Die Uranus-Pluto-Konstellation, die analog zu den frühen Dreissigerjahren von 2012 bis 2015 dominant sein wird, spiegelt sich in einer latenten unterschwelligen Bedrohung. Das Etablierte wird in Frage gestellt, fühlt sich entsprechend bedroht. Die Revolution ist es noch nicht, doch vermöge der besonderen Stellung kann ein bisschen mehr passieren als sonst üblich. Es ist auf jeden Fall eine massive Verschlechterung der öffentlichen Stimmung, eine Polarisierung, eine Jugend, die völlig zu Recht wieder einmal aufbegehrt, denn die Zukunftsaussichten sind für alle erdrückend lausig, so etwas Mieses bekam sie schon bald jahrhundertelang nicht mehr vorgesetzt, insbesondere wenn wir daran denken, wie da auf gute Schulbildung gepocht wird, auf Universität und weissnichtwas, und dass unterschieden wird in Herrenmenschen (Akademiker) und Unterhunde (Nichtakademiker), und eine absolute Unterbewertung der körperlichen Arbeit um sich gegriffen hat. Das wird eine Gegenwelle verursachen, ab ca. 2025 wird es wieder so fatale “Arbeiterideale” geben, alles wird hinüberkippen, wieder rustikaler werden. Die Spaltung (siehe Artikel, zeichnend die Zeit von 1990 bis 2015, “Die schleichende Spaltung”) wird sich fortsetzen: hier die Supervirtuellen, die Obertechnikfreaks, Superkontrolleure — dort die RetourALaNature-Freaks, immerhin intelligent genug in ihren radikalen Fraktionen für ein kleines Anschlägli hier und dort (”Menschen kamen nicht zu Schaden”) — also der Prozess ist noch lange nicht beendet.
Keine Katastrophe? Nein, eine logische Konsequenz einer jahrzehntelangen Entwicklung. Es kann ja nicht allzu schlecht sein, im Vorfeld einer solchen absolut logisch erscheinenden Entwicklung ein paar Kleinigkeiten — so ganz am Rande — vorwegzunehmen.

***

Hier noch einiges von Falco selig, zu allgemeinen Abrundung (er hatte die Augen ziemlich offen, wenn wir bedenken, dass das alles in den Achtzigern und Neuzigern war…):

http://www.youtube.com/watch?v=LNVAu9OZdmY&feature=related  (Lyrics lesenswert! — Out of the Dark)

http://www.youtube.com/watch?v=cyrdPtEHKzE&feature=related   (Out of the Dark — offizielles Video)

http://www.youtube.com/watch?v=cVikZ8Oe_XA&ob=av3n   (Rock me Amadeus, heisses Video!)

http://latina-press.com/news/5456-falco-the-spirit-never-dies/

http://de.falco.wikia.com/wiki/Falco_Wiki     (Zahlreiche Fotos von ihm)

Fragwürdige Jubiläumsmentalität

10. September 2011

“Wo waren Sie am 11. September 2001?” “Was machten Sie gerade?” Was was was?
Man könnte von den Massenmedien her glauben, es handele sich um einen neuen Feiertag. Der Tag, an dem die USA auch mal eins ans Bein bekam. Ich möchte niemanden beleidigen, schon gar nicht die Opfer des Anschlags und deren Angehörige. Das war ein schlimmes Attentat, kein Zweifel.

Ein norwegischer Friedenforscher hat vor einiger Zeit herausgefunden, das 11 Millionen Leichen den Werdegang der heutigen USA pflastern, ganz vom Beginn weg gesehen, inklusive Beinahe-Ausrottung der indigenen Bevölkerung, plus die ganze Fortsetzung und deren Kontexte. Wie man das immer rechnet (natürlich waren die Spanier, Portugiesen, Deutschen und Japaner auch nicht netter) — eine massive Hypothek für das Fortbestehen einer Gemeinschaft, auch wenn es mittlerweile 300 Millionen sind.

Eine Hypothek war es, ist es noch im wahrsten Sinne des Wortes:
Wir erinnern uns, dass Pluto am Nine-Eleven sauber auf 12,5° Schütze stand, auf dem Gruppenschicksalspunkt für Mond-Saturn also. Im ersten Haus der USA (Staatshoroskop), ob genau am Aszendenten oder schon etwas weiter drin im ersten Haus, hängt davon ab, ob man 8° Schütze oder 12,5° als Aszendenten der USA nimmt, es gibt noch immer verschiedene zirkulierende Versionen.
Auf den Tag genau 28 Jahre zuvor wurde Allende von der CIA entmachtet (pikantes Detail: 28 = 4 x 7 = Saturnzahl mal Mondzahl…), mit ausgesprochen fragwürdigen Methoden.

Und einfach so Atombomben auf Japan niederzuwerfen oder ganze vietnamesiche Waldgebiete zu vergiften geht ja auch nicht ganz ohne Todesopfer ab. Aber diese Todesopfer (oder die irakischen, oder wer auch immer) sind tiefer dotiert als ausgerechnet die Leute in den zwei Türmen. Viel tiefer.

Die Welt schien geschockt — war sie es wirklich, oder waren es vor allem die Medien? Das weiss man nie so genau. Mein erster Gedanke damals - ich war gerade damit beschäftigt, Granitplatten von einem Lieferwagen abzuladen, als mein Arbeitskollege es brühwarm erzählte, was er am Radio mitbekommen hatte - war folgender (ich vergesse ihn nicht so schnell…): Aha, nun haben also auch die USA mal etwas abbekommen. Ehrlich, das dachte ich, blasphemischer gehts wohl nicht.

Dann ging es los, mit Bushs Kriegsgetöse, mit dem Beginn des amerikanischen Ruins, den Obama jetzt in Grenzen zu halten versucht. Rückblickend betrachtet waren die 8 Jahre Bush wohl das Schlimmste, das Amerika je erlebt hat, zumindest ökonomisch, im Grunde auch politisch. Es war absehbar und desaströs, dass der barbarische Einfall im Zweistromland, eine der kulturell ältesten Gegenden der Welt, eine Katastrophe auslösen würde.

Aber nein, so etwas sagt man nicht — jetzt erst recht nicht. Feiern wir stolz und erhaben das Jubiläum einer abverreckten Terrorismusbekämpfung mit Hunderttausenden von Toten, gedenken wir dieses grossartigen Jahrzehnts, möglichst ohne irgendetwas zu reflektieren.

Dieses feierliche Getue ist echt der Höhepunkt (oder erst FAST?) einer absurden Entwicklung. Die USA, vielmehr die Leute dort, Leute wie wir, wie überall, sind echt nicht zu beneiden. Und der Präsident auch nicht. Dazwischen (zwischen der Bevölkerung und dem Präsident): gähnende Leere, Ohnmacht.

Da haben Indianerhäuptlinge einschlägige Reden verfasst vor 150, 200 Jahren: sie werden auf gespenstische Weise Realität.Â